Die 1.te Mannschaft von Bad Wildungen (BW1) kann mit dem letzten 6:2-Sieg in Ortenberg schon langsam anfangen den Sekt kalt zu stellen. Mit 31 Punkten in der Tabelle sind sie nun 6 Punkte vor Bissenberg, die überraschender Weise zuhause gegen Giessen 4, dem Tabellenletzten, 2:6 verloren haben.

Die Badestädter wissen aber auch, dass alles möglich ist, denn der 6:2-Erfolg von BW1 war nicht so deutlich, wie es sich anhört.
Das erste 14/1 von Klauser gegen Dechert ging knapp mit 50:47 in der 15ten Aufnahme für den MF der Wildunger aus. Das nachfolgende 8-Ball von Steven Meyer gewann er gegen den stärksten Spieler von Ortenberg (Emil Roscic) auch nur knapp mit 4:3. Das 9- und 10-Ball von Mett und Cholibois war dann schon ein Punkt mehr Abstand (5:3 und 4:2).
Erst in der Rückrunde wurden die Ergebnisse deutlicher. Klauser gewann sein 8-Ball 4:1 und Meyer sein 10-Ball 4:0. Dafür verloren diesmal aber Rainer Mett und Frank Cholibois ihr 14/1 (34:50) bzw. das 9-Ball mit 4:5. Der Sieg lässt die Wildunger jedoch vom Auftsieg und dem Meistertitel träumen, da nur noch 2 Begegnungen ausstehen, also maximal 6 Punkte. Gewinnt BW1 nur eine Begegnung sind sie nicht mehr einholbar.

Die 2.te Mannschaft (BW2) spielte einen Tag später in Bad Wildungen gegen ihren direkten Verfolger aus Johannesberg. Und obwohl die Johannesberger mit ihrer fast stärksten Mannschaft antrat (Spielmann und Winheim) hieß es zum Schluss 7:1 für BW2. Michael Kohl, der Interimsmannschaftsführer, stellte im 14/1 Ruslan Reimer gleich gegen Carsten Winheim, wie im Hinspiel in Johannesberg. Und wenn Reimer damals dort noch Schwierigkeiten hatte und das Spiel deutlich abgab, so gewann er diesmal dieses überragend mit 40:5 in der 4.ten Aufnahme und einem Highscore von 22 Punkten. Winheim hatte nicht einen Hauch einer Chance. Und als ob diese Power ansteckend wäre, gewann Sven Kampes sein 14/1 gegen Spielmann mit 40:17 in der 10ten Aufnahme und einem 4:1-Sieg zuvor im 9-Ball. Arthur Bajden gewann seine beiden Partien mit 3:0 und 4:3. Ähnlich knapp wurde das 8-Ball von Reimer gegen Winheim (3:2). Aber auch hier zeigt sich, dass Reimer die Niederlage in Johannesberg unbedingt wieder wett machen wollte. Nur Leonid Wagner musste eine Partie gegen Spielmann abgeben und gewann das andere Spiel deutlich mit 3:0.
Mit diesem Sieg ist klar, dass BW2 mindestens den Relegationsplatz inne hat, da mit 8 Punkten Vorsprung und auch nur noch 2 Begegnungen ausstehend, Johannesberg sie nicht mehr überholen kann. Katzenfurt, der Tabellenerste, hingegen müsste schon mindestens einmal verlieren, was nicht zu erwarten ist.

Am letzten Spieltag musste die 2.te Mannschaft von Bad Wildungen (BW2), ohne ihren Mannschaftsführer (MF), Andreas Hoppe und einem der beiden Leistungsträger, Arthur Bajden, auskommen. Mit Michael Kohl und Sven Kampes konnte die BW2 jedoch 2 erfahrene Recken als Ersatz finden. Kohl war schon zum dritten Mal dabei, Kampes konnte aufgrund seiner beruflichen Situation erst am Anfang der Saison 1x spielen. Beide fanden sich jedoch schnell mit den Stammspielern, Ruslan Reimer und Leonid Wagner zu einer siegbringenden Gemeinschaft in Marburg zurecht.

Ruslan setzte den ersten Punkt mit einem für seine Verhältnisse unspektakulären aber souveränen 14/1. Nach 15 Aufnahmen hieß es 40:18 für ihn. Wagner erhöhte die Punktzahl im 8-Ball mit einem 3:1-Sieg. Dies machten ihm die Ersatzspieler gleich. Kampes im 9-Ball und Kohl im 10-Ball. Beide mit 2Siegen und nur einem abgegebenen Spiel.
In der Rückrunde begann Kampes mit dem 14/1. Sven benötigte zwar 13 Aufnahmen mehr, erreichte aber das gleiche Ziel. Mit einem 40:22 hätte er den 5.ten Punkt und somit den Gesamtsieg geholt, wäre da Reimer nicht schneller gewesen. Mit einem 3:1-Sieg im 8-Ball machte er den Gesamtsieg klar. Wagner erhöhte diesen um einen weiteren 3:1-Erfolg im 10-Ball, so dass es nicht mehr schlimm war, dass Kohl seine letzte Partie im 9-Ball knapp verlor. Bei einem 7:1-Erfolg gegen den Tabellenletzten war es verschmerzbar, dass der MF fehlte, vielleicht sollte er öfters in Kur fahren. :-) Die nächste Aufgabe wird schwerer, da der Dritte der Tabelle, die SG Johannesberg am 19.03. nach Bad Wildungen kommen wird. Hoppe lässt jedoch erneut die v.g. Mannschaft antreten, ggf. wird diese durch Bajden verstärkt, dass sollen die Jungs selbst regeln.

Die BW1 holte in Giessen, ebenfalls gegen den Tabellenletzten ein souveränen 6:2-Sieg nach Hause. Besonders zu erwähnen hierbei ist der Sieg des MF, Andreas Klauser, gegen Mario Urhan im 14/1. Klauser benötigte nur 5 Aufnahmen zu einem 50:4 Erfolg. Dabei schoss er eine Höchstserie von 26 Kugeln. Das ist bisher seine höchste Serie in dieser Saison. Nur Rainer Mett, sein Mannschaftskollege hat bisher 2 Kugeln mehr gelocht. Mit diesem Sieg haben sie weiterhin 3 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und erhalten sich damit den Aufstiegsplatz in die Landesliga.

Am vergangenen Samstag standen wieder beide Bad Wildunger Mannschaften ihren Gegnern im Vereinsheim „Am Roten Berg“ zeitgleich gegenüber, obwohl beide Mannschaftsführer den Spieltag um eine Stunde vorverlegen mussten. Während es bei der Ersten Mannschaft (BW1) in der Halbzeit bereits ein deutliches 4:0 Ergebnis für die Badestädter gab, lag die 2.te Mannschaft (BW2) nach einem sehr verunglückten Start 1:3 hinten.

Arthur Bajden verlor sein 14/1 mit 30:40 letztlich durch 2 Fehler. Sein offensiver (Break-)Eröffnungsball führte zu einem Punktgewinn von 9 Bällen beim Gegner. Nachdem Arthur diesen leichten Vorsprung so gut wie aufgeholt hatte, verschoss er beim Stand von 18:20 einen weiteren Breakball, den Holger Klein mit 15 Punkten zur 35:18 Führung nutze. Der Rest war nur noch Formsache. Andreas Hoppe spielte zum zweiten Mal gegen den lochstarken Rolf Spitz, der ihn schon in Ortenberg mit 3:0 besiegte. Diesmal kam zwar Hoppe in jedem Spiel einmal dran, jedoch wurde jeder Fehler mit einem sofortigen Ausschuss zum erneuten 3:0 bestraft. Dabei verstellte sich Spitz auch mehrfach, lochte jedoch die Kugel dann in ein anderes Loch oder über Vorbande, nichts schien für ihn unmöglich. Leo Wagner ging es nicht wesentlich besser, auch wenn er mehrfach beim 9-Ball dran kam. Letztlich verlor er 1:4. Nun musste wenigstens Ruslan Reimer einen Punkt holen damit die BW2 überhaupt noch eine Chance zum Sieg wahren wollte, aber auch Ruslan tat sich anfangs sehr schwer konnte aber letztlich mit 3:2 den o.a. Zwischenstand von 1:3 retten.

In der Rückrunde lief es dann bei Reimer in seinem Lieblingsspiel 14/1 wieder rund. Bereits nach 4 Aufnahmen hatte er gegen Andrej Zaar 35 Punkte. Er benötigte noch weitere 3 Aufnahmen für die restlichen 5 Punkte zum 40:15 Sieg. Zaar war aber auch nicht der übliche 14/1-Spieler des Gegners. Die Ortenberger hatten Angst dass ihr „guter“ Spieler Rolf Spitz von Reimer überrannt werden würde. So spielte er 9-Ball gegen Bajden. Das Spiel war nicht hochklassig. Beide Spieler machten etliche Fehler, wahrscheinlich aufgrund der Bedeutung dieses Spiels, da zuvor Wagner in einer wahren Aufholjagd im 8-Ball von einem 0:2 Rückstand und einem fast Ausschuss des Gegners diese Partie noch für Bad Wildungen mit 3:2 holte. Ähnlich gelang dies dem MF.
Andreas Hoppe dominierte zwar das 10-Ball sah sich aber auch durch 2 abfallenden Weißen einer Hill-Hill-(2:2)-Situation gegenüber. Mit 3 sehr starken Save‘s foulte er den gegnerischen MF, Eric Sadlo, zum 3:2 aus.
Bajden hatte zwischenzeitlich auch das Hill-Hill erreicht und nach einem Schussfehler von Spitz lochte dieser die letzten 4 Kugeln zum Gesamtsieg von 5:3. Das war eine wahre Meisterleistung der gesamten Mannschaft.

Eine solche Meisterleistung zeigte auch der MF der BW1, Andreas Klauser, bei seinem 14/1. Beim Stand von 24:25 in der 7.ten Aufnahme musste Klauser eine Kugel aus dem geschlossenen Pulk ansagen. Er sagte die Eckkugel über eine Bande an und schoss im Anschluss mit einer 21 seine Höchstserie und dem gleichzeitigen Endstand von 50:25. Zeitgleich gewannen Meyer und Mett ihre beiden Spiele souverän mit 4:1 und 5:2. Frank Cholibois, der in den letzten Begegnungen immer mit seiner Form zu kämpfen hatte, erkämpfte sich diesmal ein 4:3 gegen Roger Schramm, der durch seine unkonventionelle Art schwierig zu bespielen ist. Mit dem 4:0 in der Halbzeit spielte sich die Rückrunde natürlich sehr viel einfacher als bei der BW2. Klauser, Meyer und Cholibois gewannen ihre Spiele alle zu 2 (4:2, 4:2, 5:2). Rainer Mett wollte den Gegner anscheinend nicht ohne Punktgewinn nach Hause fahren lassen und verlor sein 14/1 mit 22:50. Mit diesem 7:1 hat Bad Wildungen nicht nur den ersten Tabellenplatz gehalten, sondern auch einen direkten Mitkonkurrenten auf Abstand gehalten (26 zu 19 Punkten).

Die 2.te Mannschaft des PBC Bad Wildungen (BW2) musste nach der Pleite gegen den Mitaufstiegskandidat und jetzigen Tabellenführer Dill-Katzenfurt am vergangenen Samstag nach Ronshausen. Ein Sieg musste her und das ohne den Leistungsträger Bajden, jedoch konnte Mr. 100%, der Ersatzmann der BW2, Michael Kohl, einspringen, der schon mal ausgeholfen hatte und beide Partien gewann, weswegen er immer noch eine 100% Quote hielt.

Frohen Mutes und mit einem ausgeruhten Ruslan Reimer, dem zweiten Leistungsträger der Mannschaft, kam man in das vereinseigene Vereinsheim von Ronshausen, die zwischenzeitlich nicht nur das komplette alte Fachwerkhaus schuldenfrei haben, sondern auch noch eine Dartmannschaft ihr eigen nennen können.

Im 1.OG kam es sogleich zur Begegnung zwischen Jürgen Seidel und dem MF von BW2, Andreas Hoppe im 14/1. Hoppe kam aber gar nicht mit dem Tisch zu Recht und schnell führte Seidel mit 20 Kugeln. Seidel wiederum lochte immer nur die offenen Kugeln und stieg mit einer Sicherheit aus. Diese Taktik funktionierte, auch wenn Hoppe immer wieder hervorragende Lösungsbälle schoss. Letztlich lautete das Ergebnis nach 26 zähen Aufnahmen 40:26.

Wagner gewann zwischenzeitlich gegen die Tochter von Jürgen knapp mit 3:2, wobei das letzte Spiel von Wagner schon eine Extraklasse besaß. Das 9-Ball von Kohl ging erwartungsgemäß 4:1 für ihn aus. Genauso schnell und sicher brachte Reimer mit seinem 3:0 im 10-Ball den dritten Punkt für die Badestädter. In der Rückrunde wechselte Hoppe an den zweiten Tisch im OG, der ihm sehr viel besser lag. Die Ablagen passten, die Kugeln fielen und schnell stand es hier verdient 3:0 für den MF.
Im zweiten 14/1 hatte Sabrina Seidel keine Chance gegen Ruslan Reimer. Nach 14 Aufnahmen stand es 40:9 für den Wildunger der wieder einmal zeigte wie man Billard spielen kann (die 14 Aufnahmen waren auch nur dem Tisch geschuldet, auf den sich Reimer aber nach einigen Aufnahmen eingestellt hatte).
Am Nachbartisch sah es nach einer glatten Niederlage für Kohl beim Stand von 0:2 und somit dem Abschied von den 100% aus, jedoch verschoss Seidel die entscheidende 10 und Kohl glich mit einem zweiten umkämpften Spiel zum 2:2 aus, nichtahnend, dass Seidel im letzten alles entscheidenden Spiel 3 Zauberbälle zum Sieg schoss.
Leo Wagner hatte am nicht so komfortablen Tisch alles im Griff. Von Spiel zu Spiel lochte er fast alle Bälle im Alleingang und hätte 4:0 gewinnen müssen, verschoss jedoch einen 9 zum 4:1 und damit 6:2 Gesamtsieg, oder anderes ausgedrückt 6 gegen Seidel. Und diesen Erfolg, beide Partien als einziger gewonnen zu haben feierte der inzwischen tatsächlich gewordene Opa mit den Wildungern und seiner Enkelin, die Tochter seines erstgeborenen Sohnes, Christian, der auch Billard spielt. Ronshausen ist halt ein großer Familienbetrieb von Seidel‘s und Kallenbach’s (die 2te Familie mit mind. 2 Spielern im Verein) ..... und Opa Seidel war an diesem Tag nicht zu schlagen.

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